Der Bär – das Berner Wappentier döst irgendwo

Das Berner Wappentier döst irgendwo

Zu Beginn der Winterschlafzeit beschreibt das Jagdinspektorat des Kantons Bern in einer Pressemitteilung* von Mitte November den Wanderungsweg von M29, dem Braunbären, der dieses Jahr unter anderem auch im Eriz auftauchte.

Der Winterschlaf hilft den Tieren, die kalte Jahreszeit zu überstehen. Denn nicht nur, dass es dann eisig kalt ist, es gibt auch wenig zu fressen.

Nur, die Bären halten keinen tiefen Winterschlaf sondern eine Winterruhe. Die Bären verlangsamen zwar Herz- und Atemfrequenz, sind aber leicht aufzuwecken und können so einen feindlichen Angriff abwehren.

Die Begegnung mit einem freilebenden Bären in der Schweiz ist zwar extrem selten, aber folgende Verhaltensweisen werden allgemein empfohlen.

  • Ruhe bewahren!
  • Keine Drohgebärden oder Versuche, den Bär zu verscheuchen!
  • Keine Handyfotos (eigene Sicherheit)!
  • Bei Angriff des Bären, sich auf den Boden legen und Hände in den Nacken (sich tot stellen)! Warten mit aufstehen bis der Bär weit genug weg ist!

Wer mit einem Hund im Bärengebiet unterwegs ist, sollte ihn an der Leine behalten. Frei laufende Hunde können einen Bären provozieren, indem der Hund aus Angst zurück zu seinem Begleiter kommt um Schutz zu suchen, und so die Aufmerksamkeit des Bären auf den Begleiter gelenkt wird.. Sobald ein Hund seltsam agiert, soll man sich von diesem Ort entfernen, der Hund könnte einen Bären gewittert haben.

Mehr zur Rückkehr des Bären in die Schweiz auch auf kora.ch. – Die Organisation „KORA – Raubtierökologie und Wildtiermanagement“ schreibt ihrer Homepage:

„Die Rückkehr der grossen Raubtiere in unser Land ist die letzte Phase der Rettung der einheimischen Wildtiere, deren Bestände und Lebensräume im 19. Jahrhundert durch unkontrollierte Übernutzung an einem Tiefpunkt angelangt waren. Luchs, Wolf und Bär kehren heute aber nicht in eine Wildnis zurück, sondern in eine vom Mensch dominierte Landschaft mit vielfältigen Ansprüchen verschiedener Nutzer. Das kann auch Konflikte auslösen.

KORA erforscht die Lebensweise der Raubtiere und überwacht die Entwicklung ihrer Populationen. Wir beobachten auch die Wirkung der Raubtiere in unserer modernen Kulturlandschaft und erarbeiten die Grundlagen für ein konfliktarmes Zusammenleben der grossen Raubtiere mit den Menschen.“

* hier geht’s zum Link

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