Referendum gegen Jagdgesetz

Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund

Ich kann es immer noch nicht fassen: Am 27. September haben National- und Ständerrat der Änderung des «Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel» zugestimmt.

Wie es der Titel besagt, soll das Gesetz die Jagd regeln und bedrohte Arten wie Wolf, Luchs, Fischotter, Biber, Graureiher oder Gänsesäger schützen. Nun sind aber mit dem neuen Gesetz Abschüsse geschützter Tiere viel leichter möglich – ohne dass sie je Schäden angerichtet haben. Einfach weil sie da sind.

So werden beispielsweise vorsorgliche Massnahmen zum Herdenschutz nicht mehr nötig sein, aber für den Berner Tierschutz ist präventives Abschiessen keine Lösung. Um Konflikte mit grossen Raubtieren zu vermeiden, braucht es echte Präventionsmassnahmen. Wir haben uns bereits an der Mitgliederversammlung 2013 mit dem Thema des Herdenschutzes befasst und waren beeindruckt wie es funktioniert, wenn der Wille vorhanden ist. Warum also der Artenschutz zum Spielball von Interessengruppen verschoben wurde, ist unverständlich. Bereits im bisherigen Gesetz konnten wo nötig geschützte Arten reguliert werden – aber in breiter Abstimmung, was angesichts des ungebremsten Artensterbens der einzig richtige Weg ist.

Weiter wurde versäumt, im neuen Gesetz endlich auch Feldhase, Birkhahn, Schneehuhn und Waldschnepfe zu schützen.

Zudem setzen wir uns seit Jahren dafür ein, dass die grausame Baujagd verboten wird, obwohl sie zur Regulierung der Fuchspopulation völlig unnötig ist, bleibt sie erlaubt.

Liebe Tierfreunde und Tierfreundinnen, bitte helfen Sie uns beim Sammeln der benötigten 50’000 Unterschriften gegen dieses missratene Jagdgesetz. Weitere Informationen finden Sie unter www.jagdgesetz-nein.ch .

Hier geht es zu den Unterschriftenbogen:

Referendum Jagdgesetz – Unterschriftenbogen Deutsch

Referendum Jagdgesetz – Unterschriftenbogen Französisch

Als Fürsprecherin unserer Wildtiere bedanke ich mich im Namen des Berner Tierschutzes von ganzem Herzen für Ihre Unterstützung und verbleibe

mit herzlichen Grüssen

Dorothea Loosli

Präsidentin Berner Tierschutz

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