Unsere neuen Lernenden stellen sich vor

Kristin Brügger

Mit Freude darf ich mich als neues Teammitglied des Tierheims Oberbottigen kurz vorstellen. Ich heisse Kristin Brügger und bin 20 Jahre alt. Letztes Jahr konnte ich meine Ausbildung als Kauffrau erfolgreich abschliessen. Diese Ausbildung schien mir eine gute Grundausbildung, bei welcher einem alle Türen offenstehen. Danach arbeitete ich weiterhin ein Jahr lang im Büro und konnte ein wenig Berufserfahrung sammeln. Aber ich strebte schon immer danach meine Leidenschaft zum Beruf zu machen – und das sind die Vierbeiner. Da dachte ich mir, wenn nicht jetzt wann dann?

Vielen geht es wahrscheinlich genauso wie mir. Tierpflegerin war schon immer mein Traumberuf. Schon als Kind verbrachte ich die meiste Zeit mit Tieren. Von Kaninchen, über Zwerghamster bis hin zu Rennmäusen durfte ich schon einige Erfahrungen sammeln. Vor fünf Jahren zog dann die erste Katze bei uns ein. Wir haben sie von unseren Nachbarn übernommen, da diese umzogen. Obwohl es immer mein grösster Wunsch war einen Hund zu adoptieren, war dies zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Daher habe ich mich früher mit meiner Kollegin um die beiden Beagle-Damen meiner Verwandten gekümmert. Beinahe jeden Tag waren wir mit den Seniorinnen unterwegs. So konnten sie ihre letzten Jahre geniessen, bevor Sie über die Regenbogenbrücke gingen.

Im Februar 2019 war es dann soweit: Die Ankunft meines ersten eigenen Hundes stand vor der Tür. Yuma, eine 7 Monate alte Mischlingshündin aus dem ausländischen Tierschutz zog bei uns ein. Sie war von Anfang an sehr unsicher und zurückhaltend. Mit viel Ruhe und Zeit habe ich ihr Vertrauen gewonnen. Seitdem arbeiten wir fleissig zusammen. Obwohl die Arbeit mit ihr sehr zeitaufwendig und herausfordernd war und immer noch ist, könnte ich mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. All die unvergesslichen gemeinsamen Momente machen wieder alles wett.

Voller Motivation habe ich nun Anfang August meine zweite Lehre beim Berner Tierschutz in Oberbottigen begonnen. Ich bin glücklich, all den hilfsbedürftigen Tieren hier zu helfen und ihnen den Aufenthalt im Tierheim so schön wie möglich zu gestalten, bis sie dann im neuen Zuhause ein neues Leben beginnen zu können. Auf die zwei spannenden und lehrreichen Jahre freue ich mich sehr. Ich möchte mich bereits jetzt herzlichst für diese Chance beim Berner Tierschutz bedanken.

 

Jil Heimann

Mein Name ist Jil Heimann und ich bin 16 Jahre alt. Im August 2021 habe ich meine Lehre als Tierpflegerin im Tierheim Oberbottigen angefangen. Als ich noch zur Schule ging, war das Thema Lehrstelle immer ein sehr grosses Thema. Für mich war schon immer klar, dass es ein Beruf mit Tieren sein muss.

Als ich jünger war, hatte ich Zwergkaninchen und einen Hund, um die ich mich kümmern musste. Bei unserem Hund habe ich miterlebt, wie er von Geburt an aufgewachsen ist. Aber bereits bevor er geboren wurde, wusste ich, dass ich einen Hund haben wollte. Schon bevor die Welpen auf die Welt kamen, haben wir die trächtige Hündin besucht. Eine knappe Woche später wurden die Welpen geboren. Es war beeindruckend, so viele Welpen auf einem Fleck zu sehen. Jeder Welpe war so tollpatschig, weil sie noch nicht laufen konnten und noch Nichts gesehen haben. Fast jedes Wochenende haben wir die Welpen besucht. Wir haben sogar ein Shirt von uns mitgenommen, damit unser Hund den unseren Geruch schon kennen lernt. Einige Zeit später konnten wir ihn dann zu uns nach Hause mitnehmen. Ich finde es schön zu sehen wie ein Hund aufwächst. Am liebsten gehe ich mit meinem Hund in der Natur spazieren.

Schon als kleines Kind wollte ich nie in einem Büro sitzen und in einen Computer schauen, ich wollte lieber Tierärztin werden, um allen Tieren, denen es nicht gut geht zu helfen. Mit der Zeit wurde mir bewusst, dass dies ein langer Weg sein würde. Die Zeit, um eine Lehrstelle zu finden, ging immer schneller vorbei, also habe ich mich erkundigt, aber leider nichts Passendes gefunden. Deswegen bin ich ins Berufsinformationszentrum gegangen. Dort habe ich erzählt, dass ich einen Beruf mit Tieren ausüben will. Mir wurde gesagt, dass ich eine Lehre als Tierpflegerin machen könnte. Dann musste ich mich entscheiden, ob ich die Lehre in Richtung Wildtiere, Versuchstiere oder Heimtiere absolvieren will. Ich könnte nie bei Versuchstieren arbeiten. Eine Lehrstelle im Fachgebiet Wildtiere fand ich nicht, also blieb noch die Fachrichtung Heimtiere.

Ich habe mich nach einem Tierheim umgesehen und fand das Tierheim Oberbottigen. Ich wollte dort unbedingt mal vorbei gehen und nachfragen, wie es denn mit einer Lehrstelle aussieht. Aber ich war nicht nur wegen der Lehrstelle da, sondern auch wegen den Tieren. Mein Vater und ich wollten mit einem Hund spazieren gehen. Aber leider waren schon alle Hunde spazieren, mit denen man spazieren gehen konnte. Man hat uns gesagt, dass es noch Welpen hat, die noch fast keine Männer gesehen haben. Also sind wir zu den Welpen gegangen. Zum Schluss habe ich gefragt, ob ich mich bewerben kann. Zum Glück konnte ich mich bewerben und habe dann auch geschnuppert und ein Praktikum gemacht. Nach langem Warten habe ich dann auch die Lehrstelle bekommen. Ich will in einem Tierheim arbeiten, weil ich jedem Tier, das kein gutes Leben hatte, ein schöneres und besseres Leben ermöglichen möchte. Für mich ist es wichtig, jedem Tier eine neue Chance zu geben.

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  • Achtung: Besuche nur auf Einladung möglich

    Die Adoption von Hunden, Katzen und Kleintieren ist wieder möglich, aber kommen Sie nicht einfach vorbei! Besuche im Tierheim Oberbottigen sind nur auf Einladung möglich. Das Spazieren mit Hunden ist leider weiterhin nicht möglich, da auch hier die geltenden Richtlinien des BAG nicht umgesetzt und eingehalten werden können. Wir danken herzlich für Ihr Verständnis.

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